Orgasmus & Schwartz - Folterkeller Der Zombienutten
Genre: Electronic, Hip hop, Rock
Singer: Orgasmus
Title: Folterkeller Der Zombienutten
Short-info: Label: Hirntot Records ‎– HT062, I Luv Money Records ‎– ILM 0050
Type: CD, Album
Country: Austria
Date of released: 21 Dec 2011
Category: Electronic, Hip Hop, Rock
Style: Horrorcore
MP3 album size .rar: 1317 mb
APE album size .rar: 1638 mb
Digital formats: MP3 FLAC DTS AU MMF MP4 ADX APE AAC

Tracklist Hide Credits

1 Intro 0:11
2 Erregend, Brutal, Schockierend 3:43
3 Willkommen Im Folterkeller
Featuring [mit] – Blokkmonsta
4:01
4 Menschliche Mettwurstmaschine 3:15
5 Zombienutten 3 3:41
6 Kein Grund Zur Beunruhigung (Skit) 0:22
7 Frankensteins Rapper 3:49
8 Lebendig Gefressen 3:19
9 Das Haus An Der Friedhofsmauer
Producer – Edik One
3:22
10 Feministin (Skit) 1:03
11 Bukkake Exorzismus
Featuring [mit] – Alligatoah, Timi Hendrix
4:51
12 Großangriff Der Zombienutten 3:18
13 Sexorgien Auf Schloss Wolfenstein
Producer – Anaquin
2:02
14 Das Regt Mich An (Skit) 0:54
15 Analberserker Im Blutrausch
Featuring [mit] – Fetish SoloProducer – H8-Studio
4:50
16 Die Körperficker Kommen
Featuring [mit] – GPC, Perverz
3:44
17 Voodoo
Producer – Raiden
2:29
18 Pervers, Aber Lieb (Skit) 1:12
19 Vegetarierinnen Zur Fleischeslust Gezwungen
Featuring [mit] – R.O.D*
4:02
20 Die Bohrmaschinenkiller
Featuring [mit] – Spike , Tamas Producer – Painkiller Beatz*
4:02
21 Kloster Der Nazikannibalen 4:14
22 Dr. Porno Und Seine Untergrundmedizin
Featuring [mit] – Akadee*, Donzen, JankOne, Leram, PayznProducer – KSBeat
5:36
23 Outro 0:24

Credits

  • Producer – Schwartz (tracks: 2, 4, 8, 11, 16, 19, 21), WMM23 (tracks: 3, 5, 7, 12)

Notes

Only sold online via King Orgasmus One's Austrian Streetshop to avoid trouble with the German law (rap content).

"Sex und Gewalt sind archaische Schlüsselreize" schreiben die Kulturwissenschaftler Roland Seim und Josef Spiegel in dem von ihnen herausgegebenen Buch "Ab 18' - zensiert, diskutiert, unterschlagen". Heißt: Sex und Gewalt, das ist interessant, da gucken alle hin. Die Werbeindustrie weiß das, die Boulevardpresse weiß das, die Krimi-Autoren wissen das, und sämtliche anderen Kunstschaffenden wissen das auch. Und alle arbeiten damit. Da ist es auch egal, ob ein Wochenmagazin unter dem Deckmantel der Informationspflicht bis ins kleinste Detail und genussvoll die Tat des "Kannibalen von Rothenburg" ausbreitet, oder ein Auto- oder Parfümhersteller seinen neuesten Wagen bzw. Duft mit blanken Titten und laszivem Fick-mich-Blick bewirbt.

Es dürfte niemanden verwundern, dass auch in der Kunst auf Sex und Gewalt als darstellerisches Mittel zurückgegriffen wird, ob nun Ölgemälde, Musik, Romane oder Filme. Und sofern der Sex oder die Gewalt keiner übergeordneten, wie auch immer gearteten gesellschaftskritischen Aussage dient, sieht sie sich oft dem Vorwurf der Effekthascherei oder Selbstzweckhaftigkeit ausgesetzt. Es darf durchaus gefickt, gefoltert und geschlachtet werden, aber erstens mit einer familientauglichen Message dahinter, und zweitens bitte mit einem gewissen Niveau.

Nun gibt es eine Reihe von Kunstwerken, die sich sowohl um die Message, als auch das Niveau einen Dreck scheren. Aus Kritikersicht spekulative, billige Machwerke; dazu zählen Porno-Comics ebenso wie italienische Splatterfilme aus den 70ern.

Man kann diesen Filmen oder Comics durchaus ankreiden, dass eine wie auch immer zusammengeschusterte Rahmenhandlung sowieso nur dazu dient, Sex und Gewalt auf jede nur erdenkliche Weise zu zeigen. Man kann auch ihren künstlerischen Wert in Frage stellen. Man muss aber ebeso anerkennen, dass gerade die Mondo- und Exploitationfilme der 70er und 80er trotz - oder vielleicht gerade wegen - der konfusen Schnitte, der schlechten Schauspieler, der grottigen Dialoge und der oft bloß auf die spekulativen Effekte zugeschnittenen Rahmenhandlung einen ganz eigenen Flair haben, ein Flair, der kaum reproduzierbar ist.

Dieses Album ist der Versuch, genau diesen Flair musikalisch umzusetzen. Es klingt dreckig, weil es dreckig klingen soll. Es klingt billig, weil es billig klingen soll. Es schockt, weil es schocken soll. Selbstverständlich sind die geschilderten Szenen fiktiv, sie dienen zur Unterhaltung und sollen niemanden zur Nachahmung anregen. Gewisse brisante Schlagworte dienen der Unterstreichung der Härte und stellen keine politische Aussage dar.

Und wer dieses Album hört und sich denkt "Was die beiden da sagen, das ist zu krass! Provokation ist ja okay, aber das geht zu weit" - der hat die übergeordnete Aussage dieses Albums entschlüsselt, und möge an seiner mangelnden Toleranz und seinem fehlenden Kunstverständnis arbeiten.

Viel Spaß beim Hören wünschen

Orgasmus & Schwartz

Barcode and Other Identifiers

  • Label Code: LC 15880

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